Workshop Modul 3
Gerichte, private Auftraggeber und Versicherungen erwarten von einem Gutachten nicht nur fachliche Richtigkeit, sondern auch einen klaren, logisch gegliederten und für Dritte gut nachvollziehbaren Aufbau. Insbesondere die formale Struktur, die Gliederungssystematik sowie ein methodisches Vorgehen stellen für angehende Sachverständige im Dachdeckerhandwerk häufig eine besondere Herausforderung dar, da sie aus ihrer bisherigen praktischen Tätigkeit als Unternehmer oder technische Fachkraft kaum auf gutachterliche Erfahrungen zurückgreifen können.
Der 3. Online-Workshop setzt genau an dieser Stelle an. Er vermittelt den Teilnehmern eine praxisorientierte Handlungsanleitung für den Einstieg in die gutachterliche Tätigkeit – beginnend mit dem Gutachtenauftrag bzw. dem Beweisbeschluss bis hin zur ordnungsgemäßen Einladung zum Ortstermin. Darüber hinaus werden die grundsätzliche Gliederungssystematik von Gutachten im Dachdeckerhandwerk sowie ein Musterlayout für Gutachtenseiten erläutert.
Im weiteren Verlauf des Online-Workshops werden die möglichen Erkenntnisquellen zur Ermittlung des Sollzustandes einer Bauleistung thematisiert. Anhand von Gesetzen, Bauordnungen, bauaufsichtlich eingeführten Normen, Fachregeln sowie den allgemein anerkannten Regeln der Technik wird aufgezeigt, wie geeignete und aussagekräftige Textpassagen ausgewählt und fachlich korrekt eingesetzt werden können. Eine wahllose oder unstrukturierte Aufzählung von Regelwerksauszügen ist dabei nicht zielführend, da sie der notwendigen Eindeutigkeit bei der Beschreibung des Sollzustandes entgegensteht.
Abschließend wird die besondere Rolle des Sachverständigen als Vermittler zwischen Technik und Recht beleuchtet. Gerade komplexe technische Zusammenhänge müssen so aufbereitet werden, dass sie für Richter und Auftraggeber verständlich, nachvollziehbar und eindeutig dargestellt sind.
Inhalte
Der angebotene Workshop enthält viele praxisrelevante Inhalte. Nachfolgend können Sie sich alle Inhalte anzeigen lassen, die ich Ihnen vermitteln werde.
- Unterscheidung zwischen Gerichts-, Privat- und Schlichtungsgutachten
- Bedeutung des Beweisbeschlusses und typische Fragestellungen
- Handlungsleitfaden vom Gutachtenauftrag bis zur Einladung zum Ortstermin
- Gliederungssystematik für Gutachten im Dachdeckerhandwerk
- Musterlayout für Gutachtenseiten (Formalia, Aufbau, Struktur)
- Gesetze und Verordnungen, z. B. Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Gebäudeenergiegesetz
- Musterbauordnung und Landesbauordnung NRW
- Technische Baubestimmungen, bauaufsichtlich eingeführte Normen sowie Technische Informationen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBT)
- DIN-Normen und deren Bedeutung für die gutachterliche Bewertung
- Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks
- Bedeutung, Anwendung, Aufbau und Regelwerksteile
- Begriffe „Stand der Technik“ und „allgemein anerkannte Regeln der Technik“
- Abweichungen von den a. a. R. d. T. durch einzelvertragliche Vereinbarungen
- Fachregeln des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima (Klempnerfachregeln)
- VOB/C – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen
- Herstellerhinweise, Montageanleitungen sowie weitere Quellen (z. B. Fachliteratur)
- die sich auf eine Sachverständigenprüfung vorbereiten oder
- ihr bauvertragliches und technisches Fachwissen gezielt aktualisieren möchten
Ihr Referent
Jürgen Gerbens, Dachdeckermeister, öbuv Sachverständiger im Dachdeckerhandwerk und Coach für Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung im Dachdeckerhandwerk
Ihr Referent
Jürgen Gerbens, Dachdeckermeister, öbuv Sachverständiger im Dachdeckerhandwerk und Coach für Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung im Dachdeckerhandwerk
Ihr Mehrwert
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Klare Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise vom Gutachtenauftrag bis zum Ortstermin
Sie wissen genau, was in welcher Reihenfolge zu tun ist, ohne wichtige Schritte zu übersehen.
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Sicherheit im methodischen Aufbau eines professionellen Gutachtens
Sie lernen, Gutachten logisch, nachvollziehbar und gerichtsfest zu strukturieren.
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Verständliche Gliederungssystematik und Musterlayout für gut strukturierte Gutachten
Sie erhalten eine konkrete Vorlage, an der Sie sich bei eigenen Gutachten orientieren können.
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Richtiges Lesen, Verstehen und Umsetzen von Beweisbeschlüssen
Sie erkennen, was das Gericht wirklich wissen will und beantworten exakt diese Fragen.
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Souveräner Umgang mit Gerichts-, Privat- und Schlichtungsgutachten
Sie kennen die Unterschiede und passen Ihre Arbeitsweise dem jeweiligen Auftrag richtig an.
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Fachlich und rechtssicheres Ermitteln und Beschreiben des Sollzustandes
Sie können eindeutig darstellen, wie eine Bauleistung technisch korrekt hätte ausgeführt werden müssen.
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Gezielte und korrekte Nutzung von Normen, Fachregeln, Gesetzen und Herstellerangaben
Sie lernen, die passenden Regelwerke sinnvoll auszuwählen und richtig zu zitieren.
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Sicherheit bei den Begriffen a. a. R. d. T., Stand der Technik und vertraglichen Abweichungen
Sie verstehen die Unterschiede und können diese fachlich korrekt in Gutachten anwenden.
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Fähigkeit, technische Sachverhalte verständlich für Nicht-Techniker darzustellen
Sie formulieren Ihre Feststellungen so, dass Richter und Auftraggeber diese problemlos nachvollziehen können.
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Direkt umsetzbares Praxiswissen eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen
Sie profitieren von erprobten Vorgehensweisen, die sich in der Praxis und vor Gericht bewährt haben.
Sie wissen genau, was in welcher Reihenfolge zu tun ist, ohne wichtige Schritte zu übersehen.
Sie lernen, Gutachten logisch, nachvollziehbar und gerichtsfest zu strukturieren.
Sie erhalten eine konkrete Vorlage, an der Sie sich bei eigenen Gutachten orientieren können.
Sie erkennen, was das Gericht wirklich wissen will und beantworten exakt diese Fragen.
Sie kennen die Unterschiede und passen Ihre Arbeitsweise dem jeweiligen Auftrag richtig an.
Sie können eindeutig darstellen, wie eine Bauleistung technisch korrekt hätte ausgeführt werden müssen.
Sie lernen, die passenden Regelwerke sinnvoll auszuwählen und richtig zu zitieren.
Sie verstehen die Unterschiede und können diese fachlich korrekt in Gutachten anwenden.
Sie formulieren Ihre Feststellungen so, dass Richter und Auftraggeber diese problemlos nachvollziehen können.
Sie profitieren von erprobten Vorgehensweisen, die sich in der Praxis und vor Gericht bewährt haben.
Terminbuchung
Beratungsgebühr
495,00 € Netto, zzgl. 19 % MwSt.
Ort der Veranstaltung
Online-Workshop über die digitale Konferenz-App „Zoom“.
Der Teilnahme-Link wird per E-Mail zugesendet.
Technische Voraussetzungen
PC, Laptop oder Tablet mit Webcam, Mikrofon und Lautsprechern.
Bald Verfügbar