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Workshop Modul 1

Das persönliche Beratungsgespräch – Aufgaben, Stellung und Verantwortung der Sachverständigen

Viele Handwerksmeister*innen haben nur eine ungefähre Vorstellung davon, was sie erwartet, wenn sie eine Tätigkeit als Sachverständige*r im Handwerk anstreben. Ein erfolgreicher Handwerksbetrieb garantiert nicht automatisch die persönlichen und fachlichen Kompetenzen, die für die verantwortungsvolle Rolle eines Sachverständigen notwendig sind. Die Weiterbildung ist – hinsichtlich Wissenstiefe und Umfang – vielmehr mit dem Erlernen eines neuen Berufsfeldes vergleichbar.

Neben fundiertem handwerklich-technischem Know-how sind juristisches Grundverständnis, methodisches Vorgehen und ausgeprägte Analyse- und Formulierungsfähigkeiten erforderlich, um die anspruchsvolle Sachverständigenprüfung zu bestehen und anschließend qualifizierte, nachvollziehbare und beweiskräftige Gutachten zu erstellen.

Die Handwerkskammern erwarten von Bewerberinnen und Bewerbern für das Amt des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen insbesondere Sicherheit in folgenden Bereichen:

  • Überdurchschnittliches und kontinuierlich aktualisiertes Fachwissen
  • Ablauf und Anforderungen von Gerichts- und Privatgutachten
  • Nutzung und Bewertung relevanter Erkenntnisquellen (z. B. bauordnungsrechtliche Vorgaben, eingeführte Normen, Regelwerke sowie Normen der allgemein anerkannten Regeln der Technik)
  • strukturierte, neutrale und ergebnisorientierte Arbeitsweisen
  • sprachliche Darlegungskompetenz für verständlich aufgebaute, beweiskräftige Gutachten in Schriftform sowie mündlicher Erstattung

Da vielen Interessierten diese Anforderungen zu Beginn ihres Entscheidungsprozesses nicht vollständig bewusst sind, setzt genau hier dieser erste Online-Beratungsworkshop an.

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Inhalte

  • Verantwortungsbereich und rechtlicher Rahmen
  • Aufgaben gegenüber Gerichten, Behörden und Privatkunden
  • Qualitätskriterien für verwertbare Gutachten
  • persönliche Eignung (z. B. Zuverlässigkeit, Unabhängigkeit)
  • fachliche Eignung (überdurchschnittliche Kenntnisse im Bestellungsgebiet)
  • Rolle der Handwerkskammern
  • Ansprechpartner und Antragswege
  • schriftliche Klausur
  • Mustergutachten
  • Fachgespräch
  • typische Fehlerquellen und Leistungsanforderungen
  • Selbststudium
  • Vorbereitungslehrgänge und Seminare
  • Fachliteratur
  • realistische Zeitplanung und Ausbildungsweg
  • Zeitaufwand
  • Kostenschätzung der anstehenden Vorbereitungs- und Prüfungskosten

Ihr Referent

Jürgen Gerbens, Dachdeckermeister, öbuv Sachverständiger im Dachdeckerhandwerk und Coach für Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung im Dachdeckerhandwerk

Ihr Referent

Jürgen Gerbens, Dachdeckermeister, öbuv Sachverständiger im Dachdeckerhandwerk und Coach für Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung im Dachdeckerhandwerk

Zielgruppe

Handwerksmeister*innen die eine gutachterliche Tätigkeit im Dachdeckerhandwerk in Erwägung ziehen und sich vorab über Anforderungen, Weiterbildung und Berufsbild informieren möchten.

Ihr Mehrwert

  • Klare Entscheidungsgrundlage
    Realistische Einblicke in die Tätigkeit als Sachverständige*r ermöglichen eine fundierte Entscheidung für oder gegen die öffentliche Bestellung.
  • Transparenz zu Anforderungen und Prüfung
    Überblick über Prüfungsaufbau, Bewertungskriterien sowie typische Fehler und Erfolgsfaktoren – für eine effiziente Vorbereitung.
  • Sicherheit in Rolle, Verantwortung und Recht
    Verständnis der rechtlichen Grundlagen, Pflichten und einer neutralen, nachvollziehbaren Gutachtenerstellung.
  • Individuelle Standortbestimmung
    Einschätzung des persönlichen Entwicklungsbedarfs mit Hinweisen zu passenden Weiterbildungen und Zeitplänen.
  • Planungssicherheit
    Klarheit über Kosten, Zeitaufwand und Abläufe im Bestellungsverfahren.
  • Praxisnaher Austausch
    Direkte Einblicke in die Sachverständigenpraxis, Erfahrungsaustausch und individuelles Feedback.

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